Homberger Initiative
gegen
Herkules


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Ziele


Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt Herkules (Riesenbärenklau) aus Ratingen Homberg zu verdrängen. Als „Neubürger“ oder „Neophyt“ verdrängt sie andere Pflanzenarten. Gerade in ökologisch wertvollen Bereichen wie Landschafts- und Naturschutzgebieten überwuchert die Pflanze langfristig alles. Sie vermindert die Artenvielfalt (Biodiversität) in den betroffenen Gebieten erheblich. Darüber hinaus ist die Pflanze giftig (fototoxisch) und breitet sich sehr schnell aus.

In beschränktem Umfang wurde Herkules in Privatinitiative bereits seit einem Dutzend Jahren in Homberg bekämpft. Der Fokus lag hier vor allem auf der Verhinderung der Samenverbreitung, sowie der Beseitigung von Einzelpflanzen und von Pflanzen in den Randgebieten befallener Flächen. Hier wurden zwar Erfolge erzielt, aber die Zahl befallener Flächen nahm immer weiter zu. Daher wurde im Jahr 2016 die Initiative „Homberg gegen Herkules“ ins Leben gerufen. Erstens um die Aktivität auf breitere Füße zu stellen und zweitens um Bürger und Behörden stärker für dieses Problem zu sensibilisieren.

Seitdem werden in jedem Frühjahr (März bis Juni) die Pflanzen in Homberg intensiv bekämpft. Dies geschieht durch Identifizierung befallener Flächen, durch Druck auf zuständige Behörden und vor allem durch Ausgraben der Pflanzen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass einfaches Abmähen der betroffenen Flächen keinerlei Erfolge bringt.

Im Jahr 2019 sind erstmals deutliche Erfolge zu erkennen. Durch die langfristige Vermeidung von Aussamung und durch systematisches Ausgraben konnte die Pflanze in vielen Gebieten nahezu ausgerottet werden. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, sowohl in noch befallenen Flächen als auch in der ständigen Beobachtung weitegehend von Herkules befreiter Flächen.

Sie können sich mit engagieren, indem Sie sich bei der Suche nach der Pflanze, beim Ausgraben oder bei der Nachsorge engagieren. Bitte melden sie sich bei der unten angegebenen Kontaktadresse. Ergänzende Aufrufe zu konkreten Aktionen finden Sie besonders im Frühjahr in Der Homberger.


Auszeichnung


Die Initiative wurde 2020 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Aktuelles


Im Juli 2020 steht das Projekt im Wettbewerb zur Auszeichnung als UN Dekade-Projekt des Monats, stimmen Sie für unser Projekt unter:
www.undekade-biologischevielfalt.de

Bearbeitungsstand 2020


Im Jahr 2020 wurden die Erfolge der Arbeit nicht nur in den Kerngebieten Hombergs und entlang der Flächen um die Kläranlage Homberg immer deutlicher sichtbar. Auch im NSG Gebiet Schwarzbachtal komplett zwischen den Höfen Ilbeck und Götzenberg waren nur noch einzelne Pflanzen auszugraben. Ein großer Erfolg. Die Arbeiten wurden daher auf immer weitere Außenzonen (z. B.: Segelflughafen) verlegt, wobei ein Schwerpunkt das Gelände um das AK Ratingen Ost blieb. Erfreulich war auch die Auszeichnung der Initiative „Homberg gegen Herkules“ als offizielles Projekt im Rahmen der UN Dekade zur Biodiversität durch das Bundesamt für Naturschutz und das Bundesministerium für Umwelt. Dies führte zu einem intensiven Presseecho sowie zu einer breiteren Wahrnehmung des Problems Herkules im Kreis Mettmann und darüber hinaus. An der Hotline gingen zahlreiche Anrufe aus dem ganzen Kreisgebiet ein. Leider müssen wir uns zurzeit aus Kapazitätsgründen noch auf das Gebiet von Homberg beschränken. Eine befallene Fläche in Hösel wurde als Anreiz für die „Höseler“ eine eigene Initiative zu gründen von Herkules befreit (Ernst Stinnshoffstrasse, siehe Abbildung). Angedacht ist nach Abschluss der heißen Ausgrabungsphase in Hösel und Lintorf Bürgerversammlungen zu initiieren um dort eigene Stadtteilinitiativen zu gründen.

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Bearbeitungsstand 2019


Im Jahr 2019 wurden die in den vorhergehenden Jahren bearbeiteten Flächen weiter bearbeitet. Da sich bei den Flächen im Homberger Kerngebiet ein deutlicher Rückgang von Herkules verzeichnen ließ, wurden die Aktivitäten auch im Bereich des Autobahnkreuzes Ratingen Ost intensiviert. In Kombination mit den Arbeiten von StraßenNRW wurde hier insbesondere in den Randzonen der befallenen Gebiete kräftig ausgegraben. Wie im Jahr 2018 lag ein besonderer Schwerpunkt im Sumpfgebiet des Naturschutzgebietes Schwarzbachtal (Nähe Gut Götzenberg). Hier wurde der Kern der befallenen Fläche im Auftrag der unteren Landschaftsbehörde im Jahr 2018 maschinell umgegraben. Herkules kam aber trotzdem wieder durch und wurde in 2018 und 2019 wieder einzeln ausgegraben. Die Herausforderung lag hier auch darin einzelne Pflanzen im Kern des Sumpfgebietes sowie eines darin angelegten Teiches und in den Übergangszonen zur Bewaldung zu bearbeiten. In 2019 waren bereits deutliche Effekte unserer Arbeit im NSG offensichtlich (seit über 5 Jahren wurde in dieser Fläche gearbeitet). War diese Fläche einige Jahre zuvor noch über einige 100 qm bis über den Damm befallen, kamen 2019 deutlich weniger Pflanzen auf und die befallene Fläche war deutlich geschrumpft. Auch einige Hotspots in einer nahegelegenen Wiese wurden nun intensiver angegangen.

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Übersicht der Bearbeitungsflächen 2017 und 2018




Bereich A: Schwarzbachtal bei Götzenberg




Bereich B: Schwarzbachtal am Schilfgebiet bei Götzenberg




Bereich C: Schwarzbachtal zwischen Schilfgebiet und Gut Ilbeck




Bereich D: Fläche nördlich-westlich Rosendalweg an der Feldgrenze




Bereich E: östlich vom Schwarzbach




Bereich F: Höhe Rosendalweg 50




Bereich G: zwischen Schwarzbach und Grevenhauser Weg, westlich vom Klärteich




Bereich H: westlich vom Grevenhauser Weg




Bereich I: Klärteiche




Bereich J: Metzkausenerstraße südlich von Homberg




Bereich K: Krampenhausweg




Bereich L: zwischen Am Schwarzbach und Metzkausenerstraße




Bereich M: Brachter Straße in Homberg




Bereich N: Wiesengebiet zischen Bewaldung hinter Mobilfunkmast nörderlich Brachter Straße




Bereich O: Fläche nahe Gut Ilbeck




Bereich P: Verlauf Schwarzbach nördlich Grevenmühle




Bereich Q: zwischen Grevenmühle und Golfplatz




Bereich R: Grevenmühle, östlicher Bereich




Bereich S: A44




Bereich T: Fläche der Stadt Ratingen neben Kläranlage Homberg




Bereich U: südlich vom Klärteich




Bereich V: Fläche am Feldsaum gegenüber Straßen NRW an der Brachter Straße

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Axel Zweck
02102 705260